AutoSepT - Automatisierte Sepsisdiagnostik für den schnellen Test im klinischen Labor

Gemeinsame Pressemitteilung der Molzym GmbH & Co. KG und des Fraunhofer IZI-BB / 03. Dezember 2020

Im Rahmen eines Förderprojektes entwickelt Molzym in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IZI-BB eine neuartige analytische Plattform, AutoSepT, für den schnellen Erregernachweis aus Direktmaterial in unter 5 Stunden.

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung und die Diagnostik erfordert eine schnelle Identifizierung des Erregers, da jede Stunde ohne Behandlung das Mortalitätsrisiko um bis zu 7 Prozent steigen lässt. Herkömmliche diagnostische Verfahren wie die Blutkultur, sind oft nicht schnell genug oder die Kultur bleibt negativ aufgrund von Hemmung der Erreger durch Verabreichung von Antibiotika vor der Blutentnahme.

»Mit AutoSepT entwickeln wir ein innovatives Walk-Away-System für die schnelle und präzise kulturunabhängige Identifizierung der häufigsten Sepsiserreger. Der neuartige Ansatz bietet die Möglichkeit einer schnellen Diagnostik in 4 bis 5 Stunden, kombiniert mit der Möglichkeit, auch seltene, nicht kultivierbare und Antibiotika-gehemmte Erreger zu identifizieren. Somit werden die Anforderungen von Krankenhäusern und Privatlaboren nach einer schnellen und breiten Lösung erfüllt« sagt Projektleiter Dr. Michael Lustig.

AutoSepT wird die häufigsten Sepsiserreger in wenigen Stunden identifizieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit auf Basis der breiten 16S Sanger-Sequenzierung, auch seltenere und nicht-kultivierbare Erreger nachweisen zu können.

Molzym hat bereits eine Zweigstelle am Standort Potsdam-Golm und somit die besten Voraussetzungen geschaffen für die erfolgreiche Umsetzung des Entwicklungsvorhabens.