Peptidmikroarrays

Eine Herausforderung bei Proteinmikroarrays ist das funktionelle Aufbringen von Membranproteinen. Als Alternative bieten sich Peptidmikroarrays. Hier können von einzelnen Proteinen bis zu dem gesamten Proteom von Zellen die Proteine als Peptide dargestellt werden. Zum Herstellen von Peptidmikroarrays wird bei hochdichten Peptidmikroarrays auf die SPOT Synthese oder ähnliche Methoden verwendet. Am Institut werden in der Regel customized Peptidmikroarrays hergestellt, bei denen die Peptide gekauft und nach einer Qualitätskontrolle in definierten Konzentrationen bzw. -reihen in mehreren Replikaten immobilisiert werden. Im Gegensatz zu Proteinen können sich Peptide in ihren physiko-chemischen Eigenschaften wie isoelektrischer Punkt und Hydrophobizität sehr stark unterscheiden. Mit der verfügbaren Technik können für jedes einzelne Peptid die idealen / optimale Bedingungen vorgegeben werden und alle Peptide verlässlich und reproduzierbar in kleinsten Volumina auf verschiedenste Oberflächen und Strukturen dispensiert werden.

Anwendungen für Peptidmikroarrays sind u.a. das Identifizieren von Antigenen Bereichen von Oberflächen Proteinen bei bakteriellen Keimen und das Identifizieren von Immunogenen, das Epitopmapping und die Bestimmung der Spezifität von Antikörper, Serumprofiling zum Identifizieren und Validieren von Biomarkern, Charakterisierung von Enzymen (z.B. Targetidentifizierung oder medizinische Applikationen wie das HLA Profling und die Stratifizierung von Patienten.