Projekt | »LinCA« Low-input CSF Analysis

Analytik für Krankheiten des zentralen Nervensystems

Im Projekt LinCA entsteht in Analytik für Krankheiten des zentralen Nervensystems zur Erschließung des großen, diagnostischen Potentials von Cerebrospinalflüssigkeit.

© Fraunhofer IZI-BB
Iteratives Zusammenspiel von ‚low-input cell capture‘, low-input metabolomics/proteomics‘ und ‚low-input genomics/transcriptomics‘ in LinCA zur Identifizierung und Validierung von prädikativen Biomarkern.

LinCA (Low‑input CSF Analysis) adressiert den dringenden Bedarf an sensitiven Biomarkerverfahren, da für viele Erkrankungen, insbesondere im ZNS (zentrales Nervensystem), zuverlässige diagnostische und prädiktive Marker fehlen. Cerebrospinalflüssigkeit (CSF) bietet als Probe aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum ZNS ein hohes diagnostisches Potential, erfordert allerdings aufgrund geringer Analytkonzentrationen neuartige Technologien. Im Rahmen des Projekts wird eine modulare Low‑Input‑Omics‑Plattform geschaffen, die eine innovative, mikrofluidische Separation sehr geringer Zellzahlen, mit einer fluoreszenzbasierten Detektion durch selektive und hochaffine Aptamere sowie modernste molekulare Analysen minimaler Protein‑, Metabolit‑ und DNA-Mengen kombiniert. Die Plattform wird in klinischen Netzwerken anhand zweier Use Cases validiert: Mutationserkennung in CSF bei LM (leptomeningealen Metastasen) und die Identifizierung und Validierung prädiktive Biomarker für Krankheitsverläufe in MS (Multiple Sklerose). Potenzielle Anwender reichen von Pharma- und Biotechunternehmen bis hin zu Diagnostik- und Zellsortierungstechnologieanbietern, die von neuen Bindemolekülen, selektiver Zellseparation und validierten Biomarkerverfahren profitieren.